Fertigungsprozess für ein 3D-gedrucktes Boot

3D-Printed Boat Fabrication Pipeline

Parametrisches Design und 3D-Druck eines Bootes

Im Rahmen eines Projekts mit der Universität der Bundeswehr München unter der Leitung von Prof. Josef Kiendl und in Zusammenarbeit mit der FH Münster / Münster School of Architecture haben wir einen parametrischen Workflow entwickelt, der 3D-Druck-Geometrien automatisch an unterschiedliche Prozessparameter, Slicer und LFAM-Systeme anpasst. Ziel ist ein robustes CAD/CAM-Automatisierungs-Framework für den 45°-Planardruck– unabhängig von der jeweiligen Maschinenkonfiguration.

Um diesen Workflow unter realen LFAM-Bedingungen zu validieren, wurde ein Bootsrumpf vollständig mit um 45° geneigten Schichten gedruckt. Der Demonstrator zeigt, wie regelbasierte Parametrisierung, algorithmisch erzeugte Brückenflächen und kontinuierliche Werkzeugbahnen selbsttragende, wasserdichte Strukturen ohne Stützmaterial erzeugen können.

3D-Printed Boat Fabrication Pipeline

Fertigung im FLAB, UniBw München

Der Prototyp wurde auf einem CEAD-LFAM-System im Rahmen des Forschungsprojekts dtec.bw am Forschungszentrum Leichtbau (FLAB) gefertigt, mit Unterstützung von Tobias Herrlein. Wasserdichtheit und Funktion wurden anschließend im Hydrauliklabor getestet, unterstützt von Dr.-Ing. Ivo Baselt. Dieser Demonstrator bildet die Grundlage einer Promotion zum Thema “Parametric Automation of Geometry and Toolpaths for LFAM”, die adaptive Geometrieaufbereitung, kontinuierliche Werkzeugbahnen und fortschrittliche Slicing-Strategien für die großformatige additive Fertigung weiter erforscht.

Presse-Links:

https://www.unibw.de/mechanik-und-statik-en/baustatik/news-1/news-2/creation-of-a-fully-3d-printed-boat-hull

https://www.fh-muenster.de/de/msa/kultur_soziales/aktuelles/boot-als-forschungsexperiment-digitale-prozesse-fuer-architekturbauteile