Vom Freiformmodell zu Massivholzteilen
Gemeinsam mit Hoffmann Interior haben wir eine Freiform-Theke geplant, deren Fronten komplett aus Massivholz bestehen. Von uns kamen die 3D-Daten und die Grasshopper-Skripte, gefertigt hat Hoffmann Interior in der eigenen Werkstatt.







Fertigung bei Hoffmann Interior
Hoffmann Interior hat die Rohlinge verleimt und anhand der 3D-Daten auf dem eigenen CNC-Bearbeitungszentrum gefräst. Auch Montage und Oberflächenbearbeitung fanden in der eigenen Werkstatt statt.




Die Herausforderung: Freiformfronten aus Massivholz
Eine geschwungene Front lässt sich nicht einfach aus einer Platte schneiden. Jedes Segment wird erst aus Massivholzbrettern verleimt und dann in Form gefräst. Weil die Theke frei geformt ist, gleicht fast kein Segment dem anderen. Das warf mehrere Fragen auf:
- Wie entsteht für jedes Segment ein passendes Fräsmodell, ohne dass jedes einzeln von Hand modelliert werden muss?
- Wie viel Holz wird gebraucht – und in welchen Längen und Breiten?
- Wie lässt sich jeder Rohling sicher auf der Maschine fixieren?
- Wie findet jedes Einzelteil beim Zusammenbau seinen genauen Platz?
Die Griffleiste: direkt ins Holz gefräst
Prägend für die Theke ist die Griffleiste: Sie ist direkt ins Massivholz gefräst und kein separates Bauteil. Im parametrischen Modell ist sie so angelegt, dass der Fräser die digitale Geometrie exakt abbilden konnte. Ändert sich die Geometrie, passt sich die Griffleiste automatisch an.

Automatisches Fräsmodell
Ein Grasshopper-Skript erzeugt aus der Geometrie eines Segments das komplette Fräsmodell: die Bretter, die um die Form gestapelt werden, den Fräskörper und die Seitenteile, mit denen er auf der Maschine gehalten wird. Die Bretter liegen möglichst eng an der Form, damit wenig Verschnitt entsteht.

Das Grasshopper-Skript: von der Segmentgeometrie zum exportierten Fräsmodell.



Schätzung, Stücklisten und Fräsvorlage
Zu jedem Segment erstellt das Skript auch eine Stückliste. So ließ sich früh abschätzen, wie viel Holz nötig ist und in welchen Längen und Breiten es vorbereitet werden muss.
Zu jedem Fräskörper entsteht ein PDF mit den Hauptmaßen in mehreren Ansichten, einem Verlegeplan der Brettlagen von unten nach oben und den verwendeten Parametern. So kann die Werkstatt jedes Teil prüfen, bevor es auf die Maschine geht.
Alle Einzelteile wurden geplant und nummeriert. So waren sie in der Werkstatt eindeutig zuzuordnen und ließen sich ohne Verwechslung zur Theke zusammenbauen.



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Ob Theke, Empfangstresen oder Sondermöbel: Wir bereiten komplexe Geometrie so auf, dass Ihre Arbeitsvorbereitung und Ihr CNC-Team direkt damit arbeiten können. Sprechen Sie uns gern auf Ihr Projekt an.